Ein 42-Zoll-OLED von Samsung kostet in unserer Fernseher-&-Handy-Welt gerade 799,00 €. Ein 43-Zöller, also fast dieselbe Diagonale, kostet 159,98 € (beides Stand 01.10.2026, wie die Tabelle weiter unten). Ein Zoll Unterschied, der fünffache Preis. Das ist kein Ausreißer. Es ist die wichtigste Entwicklung der letzten Jahre, und sie ist der Grund, warum die alte Kaufberatung „nimm den größten, den du dir leisten kannst" nicht mehr funktioniert. Dieser Artikel erklärt, wofür man heute noch bezahlt, welche zwei Angaben auf der Verpackung praktisch nichts bedeuten und welche eine Zahl wirklich zählt.
1. Die Rechnung, die alles erklärt
Unsere Welt führt 143 Fernseher. 118 davon nennen ihre Bildschirmgröße im Titel und lassen sich damit einsortieren; die übrigen 25 nicht. Wir haben die 118 am 01.10.2026 nach Größe geordnet und je Größe den günstigsten Preis notiert:
| Größe | günstigster Preis | Preis je Zoll | Gerät (Nummer) |
|---|---|---|---|
| 22 Zoll | 379,00 € | 17,23 € | SELFSAT SMART LED TV 1255 · Awin-Nr. 36512614438 |
| 24 Zoll | 89,99 € | 3,75 € | Hikers TV LED 24" · 100007390035783 |
| 32 Zoll | 112,00 € | 3,50 € | BLAUPUNKT WGC5501S · 10533069 |
| 40 Zoll | 149,99 € | 3,75 € | KOORUI 40 Zoll QLED TIZEN · 100002385022979 |
| 42 Zoll (OLED) | 799,00 € | 19,02 € | Samsung 42S93F OLED · Awin-Nr. 43842008427 |
| 43 Zoll | 159,98 € | 3,72 € | Hikers 43 Zoll FHD LED · 10417888 |
| 48 Zoll (OLED) | 849,00 € | 17,69 € | LG OLED48B68LA · 102091156 |
| 50 Zoll | 259,00 € | 5,18 € | TCL 50 Zoll 4K UHD · 10242827 |
| 55 Zoll | 299,00 € | 5,44 € | TCL 55P6K · 102686768 |
| 65 Zoll | 379,99 € | 5,85 € | KOORUI 65 Zoll QLED · 100008435104844 |
| 75 Zoll | 629,99 € | 8,40 € | KOORUI K75D5UQ-T8 · Awin-Nr. 45405964349 |
| 77 Zoll (OLED) | 2.488,00 € | 32,31 € | LG OLED 77 Zoll · 102088945 |
| 83 Zoll (OLED) | 3.158,00 € | 38,05 € | LG 83" OLED Evo AI · 102088473 |
| 85 Zoll | 829,99 € | 9,76 € | KOORUI K85D3UQ-T8 · Awin-Nr. 45405963780 |
| 98 Zoll | 1.699,00 € | 17,34 € | CHiQ 98 Zoll QLED · 10134211 |
| 100 Zoll | 1.999,00 € | 19,99 € | Hisense 100U7DSE ULED · 100006400005584 |
Die billigste Fläche liegt bei 32 Zoll mit 3,50 € je Zoll. Von da an wird jeder Zoll im Groben teurer: 5,18 € bei 50 Zoll, 8,40 € bei 75 und 19,99 € bei 100. Gleichmäßig ist der Anstieg nicht. Über alle 16 Größen fällt der Preis je Zoll fünfmal wieder ab, und das hat vor allem mit unserer eigenen Auswahl zu tun. Vier Größen stehen bei uns ausschließlich als OLED im Regal: 42, 48, 77 und 83 Zoll, zwischen 17,69 und 38,05 € je Zoll. Nach drei von ihnen geht es entsprechend steil bergab. Ein vierter Rücksprung entsteht am einzigen 22-Zöller, einem rahmenlosen Kleingerät mit Dreifach-Tuner für 379,00 €. Bleibt einer, der aus der Preisstruktur selbst kommt: Von 24 auf 32 Zoll sinkt der Preis je Zoll von 3,75 auf 3,50 €, und dort liegt die billigste Fläche. Einer der drei OLED-Nachfolger hat außerdem einen zweiten Grund: 43 Zoll liegt mit 3,72 € unter dem OLED-Preis von 42 Zoll und zugleich drei Cent unter 40 Zoll. Nimmt man die vier OLED-Größen heraus, bleibt dieser Rücksprung stehen, zusammen mit denen bei 24 und 32 Zoll. Über die ganze Strecke von 32 auf 100 Zoll verdreifacht sich die Diagonale, während der Preis je Zoll fast auf das Sechsfache steigt.
Seit dem 7. September bewegt sich das Bild, aber nicht in eine Richtung. An diesem Tag begannen 65 Zoll bei 379,99 € und 43 Zoll bei 159,98 €; heute sind es auf den Cent dieselben Preise, und bei 98 und 100 Zoll ebenso. Im August stand an dieser Stelle noch, der günstigste 65-Zöller koste weniger als der günstigste 43-Zöller. Berichtigt haben wir das am 07.09.2026, und heute stimmt es genauso wenig. Nach oben gerückt sind fünf Größen: der günstigste 24-Zöller von 80,00 auf 89,99 €, 32 Zoll von 94,98 auf 112,00 €, 50 Zoll von 199,99 auf 259,00 €, 75 Zoll von 549,00 auf 629,99 € und der 83-Zoll-OLED von 3.099,00 auf 3.158,00 €. Der 50-Zöller ist mit knapp dreißig Prozent der größte Sprung in dieser Tabelle. Billiger wurden drei, einer davon um einen einzigen Cent: 55 Zoll von 319,99 auf 299,00 €, der günstigste OLED von 819,00 auf 799,00 € und der 85-Zöller von 830,00 auf 829,99 €. Gewachsen ist vor allem die Auswahl, von 117 auf 143 Fernseher. Vier Größen, die in der Tabelle vom 07.09.2026 noch nicht standen, stehen jetzt darin: 22, 40, 48 und 77 Zoll. Der 58-Zöller, der damals mit 413,94 € darin stand, hat heute kein eigenes Gerät mehr.
Am 01.10.2026 reichte die Preisspanne von 89,99 € bis 10.220,24 €, das mittlere Gerät kostete 579 €; am 07.09.2026 waren es 539 €. Drei Größen sind bei uns günstiger, wenn man sie als Ausführung eines anderen Geräts bestellt: 75, 85 und 98 Zoll. Was diese Ausführungen kosten, nennen wir hier nicht, weil der Preis erst im Shop sichtbar wird; dasselbe gilt für 58 Zoll, das es bei uns überhaupt nur noch auf diesem Weg gibt. Wer kauft, entscheidet heute zwischen viel Fläche und gutem Bild. Beides zusammen ist nach wie vor teuer, und daran hat der vergangene Monat nichts geändert.
2. QLED, Mini-LED, OLED – was davon leuchtet eigentlich selbst?
Genau eine dieser drei Technologien leuchtet selbst, und es ist nicht die mit dem meistverkauften Namen.
- OLED ist selbstleuchtend. Jeder Bildpunkt erzeugt sein eigenes Licht und kann sich komplett abschalten; daher das echte Schwarz. In unserer Welt sind das 16 von 143 Geräten, also gut elf Prozent; fünfzehn davon nennen OLED schon im Titel (Stand 01.10.2026).
- QLED ist kein selbstleuchtendes Panel, sondern ein ganz normaler LCD-Fernseher mit blauer Hintergrundbeleuchtung und einer Schicht Quantenpunkte davor, die daraus Rot und Grün macht. Der Name klingt nach OLED, die Technik ist eine andere. 52 unserer 143 Geräte tragen ihn, gut ein Drittel; 48 davon nennen QLED im Titel (Stand 01.10.2026).
- Mini-LED ist ebenfalls LCD, nur mit sehr viel kleineren Leuchtdioden im Hintergrund und dadurch mehr getrennt regelbaren Zonen. 25 Geräte bei uns, alle mit Mini-LED im Titel, ab 389,99 € (Stand 01.10.2026). Wer Helligkeit und Kontrast zusammen haben will, ohne OLED-Preise zu zahlen, landet bei uns derzeit meist hier.
Dass diese Namensverwirrung kein Zufall ist, hat inzwischen ein Gericht festgestellt: Das Landgericht München I hat am 23. Februar 2026 auf Klage von Samsung entschieden, dass TCL bestimmte Modellreihen nicht als „QLED" bewerben darf, weil in ihnen keine Quantenpunkte nachweisbar waren. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, und in den USA laufen parallel Sammelklagen, die sich gegen mehrere Hersteller richten. Für dich heißt das nicht „QLED ist Betrug", sondern schlicht: QLED ist kein geschützter, genormter Begriff. Er sagt allein nichts darüber aus, wie gut das Bild am Ende tatsächlich ist, und taugt deshalb nicht als Vergleichsmaßstab.
3. Wie groß darf er sein? Hier widersprechen sich die Fachleute
Die Faustformel „Sitzabstand gleich zweieinhalb- bis dreifache Bilddiagonale" stammt aus der Zeit der Röhren- und HD-Geräte. Sie beschreibt den Abstand, ab dem man die Zeilenstruktur nicht mehr sieht – bei 4K liegt diese Grenze bei etwa der Hälfte. Entsprechend weit gehen die Empfehlungen heute auseinander:
| Quelle | Empfehlung | ergibt bei 55 Zoll |
|---|---|---|
| Stiftung Warentest | Abstand = 2,5 × Bilddiagonale | rund 3,49 m |
| gängige 4K-Rechner | Abstand = 1,5 × Bilddiagonale | rund 2,10 m |
| THX-Kinoempfehlung (36° Blickwinkel) | möglichst nah | rund 1,87 m |
Zwischen der vorsichtigsten und der mutigsten Empfehlung liegt fast Faktor zwei. Wir glätten das nicht: Die Warentest-Zahl ist ein Kompromiss, der auch schlechtes Material und Bewegungsunschärfe verkraftet. Die Kinowerte gehen davon aus, dass du 4K-Material aus einer guten Quelle siehst. Wer viel lineares Fernsehen in SD schaut, fährt mit dem größeren Abstand besser; wer streamt, darf näher ran.
Was wir nicht gefunden haben: eine deutsche Empfehlung eines Fachverbands zum Sitzabstand. Die oft zitierten Werte von THX und SMPTE stehen in kostenpflichtigen beziehungsweise nicht öffentlichen Papieren; wir konnten sie nur aus zweiter Hand belegen. Den THX-Wert in der Tabelle haben wir deshalb selbst aus den 36 Grad gerechnet: Bei 55 Zoll ist das Bild 121,8 cm breit, und 36 Grad Blickwinkel ergeben daraus 1,87 m Abstand. Bezieht man die 36 Grad stattdessen auf die Bilddiagonale, kommt 2,15 m heraus. Welche der beiden Lesarten THX meint, entscheidet das Papier, das nicht öffentlich ist. Die vielfach genannten 1,60 m haben wir aus keiner der beiden Rechnungen herausbekommen; sie standen bis heute in dieser Tabelle und stehen jetzt nicht mehr darin. Ebenso ergangen ist es der Faustformel, die den Sitzabstand in Metern mit 40 bis 55 multipliziert und die bis heute in unserer FAQ stand: Eine Quelle dafür haben wir nicht gefunden, und ihre Obergrenze liegt bei 2,50 m Abstand mit 137 Zoll mehr als dreimal so hoch wie die knapp 40 Zoll der Stiftung Warentest.
Praktisch hilft ein Schritt mehr als jede Formel: Klebe die Außenmaße mit Kreppband an die Wand und lebe zwei Tage damit. Ein 65-Zöller ist rund 1,45 m breit, ein 85-Zöller rund 1,89 m – der Unterschied zwischen „passt über die Kommode" und „passt nicht zwischen die Fenster".
4. Das Energielabel und seine eingebaute Falle
Seit dem 1. März 2021 gilt für Fernseher das Label nach der Verordnung (EU) 2019/2013 mit der Skala A bis G. Darauf stehen zwei Effizienzklassen und zwei Verbrauchswerte: einer für normales Bild (SDR), einer für HDR. Ein Gerät kann also zwei verschiedene Buchstaben tragen. Wer viel HDR schaut, zahlt nach dem HDR-Wert.
Die Falle: Die Klasse ist ein flächenbezogener Index. Weil die Bildschirmdiagonale in die Berechnung eingeht, kann ein sehr großes Gerät eine gute Klasse erreichen und trotzdem absolut mehr Strom verbrauchen als ein kleineres mit schlechterem Buchstaben. Die Verbraucherzentrale schreibt das ausdrücklich. Der Buchstabe allein taugt deshalb nicht zum Vergleichen; vergleichbar ist erst der Wert in kWh pro 1.000 Stunden.
Und noch etwas ist wichtig: Klasse A wird derzeit von keinem Fernseher erreicht, die besten Geräte liegen bei B und C, der Großteil des Marktes bei E und F. Seit März 2023 gilt F als Mindeststandard. Geräte der Klasse G dürfen seitdem nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden; bereits gelieferte Ware darf weiter abverkauft werden. Ein Blick in unser Sortiment zeigt allerdings, dass die Angabe fast nie in der Produktbeschreibung auftaucht: In keinem einzigen Produkttitel steht eine Energieklasse; zählt man alle Angaben mit, also auch Kurzbeschreibung und Händlerfelder, sind es drei von 143 Fernsehern, zweimal E und einmal F (Stand 01.10.2026). Am 07.09.2026 waren es noch acht, eines davon mit der Klasse G. Das QR-Feld auf dem Label führt in die EU-Datenbank EPREL; dort steht der echte Wert, unabhängig davon, was ein Shoptext behauptet.
Was der Betrieb kostet, lässt sich überschlagen. Ein 65-Zöller braucht typischerweise rund 75 kWh je 1.000 Betriebsstunden im SDR-Modus. Bei knapp drei Stunden täglich sind das:
- 27,75 € im Jahr, gerechnet mit 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse, April 2026)
- 30,41 € im Jahr, gerechnet mit 40,55 ct/kWh (Statistisches Bundesamt, zweites Halbjahr 2025)
Auch hier widersprechen sich zwei seriöse Quellen um rund zehn Prozent, weil sie unterschiedliche Zeiträume und Haushaltstypen zugrunde legen. Wir nennen beide Zahlen. Der Standby-Verbrauch ist dagegen kein Thema mehr: Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2021 begrenzt ihn auf 0,5 Watt, das macht ein bis zwei Euro im Jahr.
5. „HDMI 2.1" und „144 Hz" – zwei Etiketten, die nichts versprechen müssen
In diesem Abschnitt stehen die zwei Angaben, bei denen wir beim Vergleichen am häufigsten erlebt haben, dass sie mehr versprechen, als sie halten müssen.
HDMI 2.1: Der HDMI-Lizenzgeber hat am 14. Dezember 2021 klargestellt, dass „HDMI 2.0" als Bezeichnung nicht mehr existiert und alle Funktionen von 2.1 optional sind. Ein Gerät darf also „HDMI 2.1" auf der Verpackung tragen, ohne 48 Gbit/s, ohne 4K bei 120 Hz und ohne variable Bildrate zu können – ein einziges Merkmal genügt. Prüfbar ist das nur, wenn im Datenblatt ausdrücklich 40 oder 48 Gbit/s, 4K/120 Hz, VRR und ALLM stehen. Steht dort nur die Versionsnummer, ist die Angabe wertlos. In unserer Welt nennen vier von 143 Geräten HDMI überhaupt in ihren Angaben, und in genau einem Produkttitel steht es (Stand 01.10.2026). Am 07.09.2026 war es noch eines von 117, damals allerdings mit einer strengeren Suche gezählt; nach derselben strengen Suche wären es heute drei. Das vierte haben wir erst gefunden, nachdem wir die Wortgrenze gelockert hatten: In „2xHDMI, 2xUSB" klebt das Wort am x. Das ist ein Grund, vor dem Kauf beim Hersteller nachzusehen, und keiner, dem Text zu glauben.
Hertz: Begriffe wie Motion Rate, PQI, TruMotion oder Motionflow beschreiben Zwischenbildberechnung. Über die native Bildwiederholrate des Panels sagen sie nichts. Echte 120 Hz gibt es im Wesentlichen bei OLED und den besseren Mini-LED-Geräten. In unseren Produkttiteln taucht „144 Hz" dreimal auf, „165 Hz" gar nicht; zählt man alle Produktangaben mit, sind es neun beziehungsweise gar keines von 143 Geräten (Stand 01.10.2026). Nachprüfen lässt sich das aus dem Titel heraus nicht. Für Fernsehen, Streaming und Filme spielt es ohnehin keine Rolle: Kinofilme laufen mit 24 Bildern pro Sekunde, Fernsehen mit 50. Relevant wird die Zahl erst an einer aktuellen Spielkonsole oder am PC.
6. Empfang: seit dem Ende des Nebenkostenprivilegs zählt der Tuner
Zum 1. Juli 2024 ist das Nebenkostenprivileg entfallen: Vermieter dürfen die Grundgebühr für den Kabelanschluss nicht mehr über die Betriebskosten umlegen. Damit wird der eingebaute Empfänger zum Kaufkriterium. Ein Triple-Tuner (DVB-T2 HD für Antenne, DVB-C für Kabel, DVB-S2 für Satellit) hält alle drei Wege offen und kostet praktisch nichts extra.
Über Antenne empfängt man die öffentlich-rechtlichen Sender frei; die privaten laufen über freenet TV mit CI+-Modul und kosten extra. Auch hier ein Widerspruch, den wir nicht auflösen können: Die Verbraucherzentrale nennt 7,99 € im Monat, ein Fachportal meldet zum 1. Januar 2026 eine Anhebung auf 9,49 €. Wer über Antenne fernsehen will, sollte den aktuellen Preis deshalb vor dem Kauf beim Anbieter selbst nachlesen.
7. Haltbarkeit – der Dauertest, der drei Jahre lief
Das Testportal RTINGS hat ab November 2022 100 Fernseher drei Jahre lang unter Extrembedingungen laufen lassen: rund 18.000 Betriebsstunden bei maximaler Helligkeit, mit einem Nachrichtensender voller stehender Bildelemente. Der Abschlussbericht vom Januar 2026 räumt mit einer Sorge auf und legt eine andere frei:
- OLED schnitt als haltbarste Technik ab – trotz vereinzeltem Einbrennen unter Bedingungen, die kein Haushalt erreicht.
- 34 Prozent aller getesteten LED-Geräte hatten am Ende mindestens eine defekte Leuchtdiode. Bei Geräten mit seitlicher Beleuchtung ohne Zonensteuerung lag die Ausfallquote bei rund 60 Prozent, bei Mini-LED-Geräten bei 25 Prozent.
- Von 44 aufgetretenen Defekten waren nur zwei reparierbar.
RTINGS betont selbst, es handele sich um einen beschleunigten Foltertest, und je Modell lief nur ein Exemplar. Die Richtung ist trotzdem eindeutig – und sie spricht gegen die billigsten Geräte mit einfacher Kantenbeleuchtung.
Eine Lücke, die wir offen benennen: Ob Hersteller Einbrennen bei Fernsehern in ihre Garantie einschließen, konnten wir nicht belastbar klären. Belegte Übersichten gibt es nur für OLED-Monitore, und dort reicht die Handhabung von „ausdrücklich eingeschlossen" bis „ausdrücklich ausgeschlossen". Wer einen OLED kauft, sollte das vorher beim Hersteller erfragen. Immerhin hilft die Ökodesign-Verordnung bei der Reparatur: Ersatzteile müssen sieben Jahre nach dem letzten Verkaufsexemplar verfügbar sein, Firmware und Sicherheitsupdates acht Jahre.
Wann sich der neue Fernseher nicht lohnt
Lass es, wenn: dein aktuelles Gerät ein 4K-Bild und einen Triple-Tuner hat und nur die Bedienung nervt – ein Streaming-Stick für unter 50 € macht daraus ein modernes Smart-TV, und du sparst dir 500 €. Wenn du hauptsächlich lineares Fernsehen schaust: Die meisten Sender liefern kein 4K, ein größerer Bildschirm vergrößert dann vor allem die Unschärfe. Und wenn du beim 85-Zöller für 829,99 € (Stand 01.10.2026) stehen bleibst, ohne den Sitzabstand gemessen zu haben: Bei zweieinhalb Metern liegen 85 Zoll weit über der Warentest-Empfehlung von knapp 40 Zoll, über den gängigen 4K-Rechnern, die bei diesem Abstand auf rund 65 Zoll kommen, und auch über der THX-Rechnung mit rund 73 Zoll. Keine der drei Empfehlungen, die in Abschnitt 3 stehen, lässt diese Größe bei zweieinhalb Metern zu, beim THX-Wert unter beiden Lesarten, die wir dort gerechnet haben; wie weit sie trotzdem auseinandergehen, steht in Abschnitt 3. Wer sich hier dennoch für 85 Zoll entscheidet, sieht bei schwachem Material jeden Kompressionsfehler.
Und ein Sonderfall aus unserem eigenen Sortiment: Der 32-Zoll-OLED für 949,00 € (Stand 01.10.2026) ist für ein Wohnzimmer zu klein und für einen Schreibtisch teuer. Mehr geben unsere Daten zu ihm nicht her: In dem Datensatz stehen die Marke, der Händler, die Größe, das Wort OLED und eine EAN, aber keine Modellnummer; der Titel bricht hinter „4K UHD" ab. Die 240 Hz, die hier seit dem Erscheinen dieses Artikels am 10. August standen, finden wir weder im Titel noch in einem anderen Feld, und sie stehen deshalb nicht mehr da. Wer einen Bildschirm für den Schreibtisch sucht, liest besser unseren Ratgeber Monitor fürs Homeoffice; dort steht auch, warum mehr Hertz im Büro nichts bringt.
Kurze Fragen, kurze Antworten
Welche Größe passt zu meinem Wohnzimmer?
Das hängt davon ab, welcher Empfehlung du folgst, und die liegen weit auseinander. Bei 2,50 m Sitzabstand nennt die Stiftung Warentest knapp 40 Zoll, die gängigen 4K-Rechner rund 65 Zoll und die THX-Rechnung über die Bildbreite rund 73 Zoll. Der Abschnitt zum Sitzabstand stellt die drei Empfehlungen samt ihrer Herkunft nebeneinander und rechnet sie in Abstände für einen 55-Zöller um. Die Faustformel, die den Sitzabstand in Metern mit 40 bis 55 multipliziert und bis zum 01.10.2026 an dieser Stelle stand, haben wir gestrichen; sie kam bei 2,50 m auf 100 bis 137 Zoll. Wir haben keine Quelle für sie gefunden. Miss lieber die verfügbare Wandbreite; sie entscheidet in der Praxis häufiger als die Sehschärfe.
Lohnt sich 8K?
Für Filme und Fernsehen nicht. Es gibt praktisch kein Material, und die Ökodesign-Regeln machen 8K-Geräte zusätzlich teuer, weil sie dieselben Effizienzgrenzen einhalten müssen wie 4K-Geräte. In unserer Welt steht genau ein Fernseher mit 8K auf dem Typenschild, ein Samsung 85QN900B für 10.220,24 €, dazu zwei 8K-Ausführungen in Geräte-Bündeln (Stand 01.10.2026). Mehr ist es nicht, und das ist kein Versehen.
Warum sieht der Fernseher zu Hause dunkler aus als im Laden?
Weil er es ist. Damit Geräte die Effizienzgrenzen der Verordnung (EU) 2019/2021 einhalten, ist beim ersten Einschalten ein sparsamer Bildmodus aktiv. Wer ihn verlässt, bekommt ein helleres Bild und einen höheren Verbrauch als auf dem Label. Beides ist normal, beides ist erlaubt; man sollte nur wissen, dass der Labelwert für den sparsamen Modus gilt.
Ist ein teurer Fernseher automatisch besser?
Nein, aber ein sehr billiger ist selten gut. Der Test von 248 Geräten bei der Stiftung Warentest kommt zu dem Schluss, dass es einzelne gute Fernseher schon unter 400 € gibt, die Auswahl empfehlenswerter Modelle aber erst ab etwa 600 € wirklich groß wird. In unserem eigenen Sortiment beginnt Mini-LED deutlich darunter, bei 389,99 € (Stand 01.10.2026).
Was hat ein Fernseher mit einem Handy zu tun?
Mehr, als man denkt: Seit Juni 2025 gibt es auch für Smartphones ein EU-Energielabel; nur dass dort neben der Effizienzklasse noch Akkulaufzeit, Ladezyklen, eine Sturzfestigkeits- und eine Reparierbarkeitsklasse und die IP-Schutzart stehen. Das Handy-Label sagt also deutlich mehr aus als das Fernseher-Label, das nur den Verbrauch kennt. Warum beim Handykauf trotzdem die Update-Garantie das neue Kaufargument ist, steht in unserem Ratgeber Handy kaufen: Die Update-Garantie ist das neue Kaufargument.
Wer hinter Dealmaker4everybody steht und wie hier ausgewählt wird, steht auf Über uns.
Stand: 01.10.2026. Preise und Bestandszahlen beziehen sich auf diesen Tag. Berichtigt wurden unter anderem die OLED-Zählung, Preisvergleiche und Sitzabstandsangaben. Die unbelegte Angabe von 240 Hz beim 32-Zoll-OLED und eine unbelegte Faustformel zum Sitzabstand wurden zurückgenommen. Preise und Verfügbarkeit ändern sich; es gilt immer der Preis im Shop. Dieser Artikel ist eine allgemeine Kaufberatung.
Änderungen und Berichtigungen vom 1. Oktober 2026 im Einzelnen
Stand: 01.10.2026. An diesem Tag sind alle Zahlen zu unserem eigenen Sortiment neu erhoben worden, auf derselben Grundmenge wie am 07.09.2026: den neun Rubriken unserer Fernseher-Welt, in denen Fernseher stehen, einschließlich der Sammelrubrik „Weiteres rund um den Fernseher". Neu stehen hier die Preistabelle mit allen 16 Größen samt ihrer Unterschrift, der Absatz zum Preis je Zoll, der Vergleich mit dem 07.09.2026, Preisspanne und mittlerer Preis, die Stückzahlen zu OLED, QLED, Mini-LED, Energieklasse, HDMI und Bildwiederholrate, der Einstiegspreis für Mini-LED, der Hinweis auf die drei Größen, die als Ausführung eines anderen Geräts günstiger sind, sowie die Preise des 85-Zöllers und des 32-Zoll-OLED. Im Vorspann steht jetzt ein anderes Gerät: Der günstigste 42-Zoll-OLED ist heute ein Samsung für 799,00 €, im September war es ein LG für 819,00 €. Dieser Stand ist nicht im ersten Anlauf entstanden, und das gehört hierher. Die Erhebung von heute Morgen hat die Sammelrubrik übersehen und deshalb eine engere Grundmenge gezählt; aus ihr stand hier eine Weile, der günstigste 43-Zöller sei von 159,98 auf 199,00 € gestiegen und die Marke Hikers aus unserem Sortiment verschwunden. Beides war falsch: Der Preis ist unverändert, und die Geräte stehen mit denselben Artikelnummern im Regal. Eine zweite Gegenlese hat danach gezeigt, dass der Vergleichsabsatz drei gestiegene Preise nannte, obwohl es fünf sind, und dass er den größten Sprung der Tabelle ausließ, den 50-Zöller mit knapp dreißig Prozent. Eine dritte Gegenlese hat dann in dieser Korrektur selbst einen Fehler gefunden: Die Zahl der OLED-Geräte war auf 14 gesunken, während die Grundmenge wuchs, weil unsere Suche nach dem Wort OLED eine Wortgrenze verlangte und deshalb Kacheln wie „OLED77B68LA" übersah. Es sind 16. Alles drei ist berichtigt, und das Messskript zählt jedes Technikwort jetzt zweimal, mit und ohne Wortgrenze, damit eine solche Lücke nicht mehr stumm bleibt. Danach ist weiter gegengelesen worden, und jede Runde hat noch etwas in den Korrekturen der Runde davor gefunden: Zählfehler in dieser Standzeile selbst, fünf Runden hintereinander, zuletzt in dem Satz, der sie aufzählte; eine Berichtigung, die wir hier um einen Monat falsch datiert hatten; einen Kasten, der von einem Datensatz behauptete, mehr stehe nicht darin, obwohl Händler und EAN darin stehen; eine Bildschirmgröße, die wir aus einer Typenbezeichnung herausgelesen hatten; und eine Begründung, die wir aus einem Kommentar im Messskript übernommen hatten, ohne sie an unseren eigenen Daten zu prüfen. Gestrichen ist eine einzige Angabe, weil unsere Daten sie nie getragen haben: die 240 Hz beim 32-Zoll-OLED, die seit dem Erscheinen dieses Artikels am 10. August hier standen. Zwei weitere Angaben sind aus dem Text verschwunden, weil sich der Bestand geändert hat: die Energieklasse G und der 58-Zöller als eigenes Gerät; beide waren am 07.09.2026 richtig, und der Text sagt, was aus ihnen geworden ist. Berichtigt sind außerdem der THX-Wert in der Sitzabstands-Tabelle, den wir aus den 36 Grad selbst nachgerechnet haben, die FAQ-Antwort zur Bildschirmgröße, die sich auf die 4K-Empfehlungen berief und dabei das Gegenteil von ihnen sagte, und der Kasten „Wann sich der neue Fernseher nicht lohnt", der den Streit der Sitzabstands-Empfehlungen vorher stillschweigend entschied. Aus der FAQ ist dabei die Faustformel verschwunden, die den Sitzabstand in Metern mit 40 bis 55 multipliziert, weil wir keine Quelle für sie gefunden haben; Abschnitt 3 sagt das ausdrücklich. Zurückgenommen sind sechs Behauptungen, die mehr gesagt haben, als wir belegen können: der Mini-LED-Kompromiss in Abschnitt 2, das Verbot, Buchstaben zu vergleichen, in Abschnitt 4, die Ankündigung in Abschnitt 5, hier spare man am meisten Geld, die Behauptung am Ende von Abschnitt 1, man entscheide nicht mehr zwischen groß und klein, das Urteil über den 32-Zoll-OLED im Kasten und die These, die unsere FAQ dem Handy-Ratgeber zuschrieb, das Energielabel sei beim Handykauf das wichtigste Kriterium. Dessen Überschrift sagt etwas anderes, und darauf verweist die FAQ jetzt. Dazu sind drei kurze Schlusssätze ausgeschrieben worden: zwei, die nur noch zugespitzt haben, in den Abschnitten 2 und 6, und einer, der zu knapp war, am Ende von Abschnitt 1. Die Berichtigung vom 07.09.2026, dass der günstigste 65-Zöller nicht weniger kostet als der günstigste 43-Zöller, war mit dem alten Vergleichsabsatz aus dem Text gefallen und steht wieder darin. In der FAQ heißt der Warentest-Vergleich von 248 Geräten nicht mehr Dauertest; der einzige Dauertest in diesem Artikel ist der von RTINGS. Die Tabellenunterschrift nennt jetzt drei Grenzen unserer Zählung: 25 Kacheln, deren Größe wir im Titel nicht auslesen, mit einer davon als Beispiel; zehn Kacheln, die ohne Gerätewort im Titel gar nicht mitgezählt werden, zwei davon Fernseher; und die Zollzahl mit Komma, die unsere Erkennung überspringt. Sie rechnet außerdem vor, wie aus 153 Kacheln 143 Fernseher werden. Die vier Kurzbeschreibungen der Seite nennen jetzt 799 statt 819 €, und die Lesezeit steht bei zwölf statt neun Minuten. Die FAQ zum Handy-Label nennt jetzt alle fünf Angaben, die neben der Effizienzklasse darauf stehen; die IP-Schutzart fehlte. Die Quellenzeile nennt ein zweites Messskript, weil das heutige seine Grundmenge aus dem vom 07.09.2026 lädt. Und die Faustformel, die wir gestrichen haben, stand vorher an zwei Stellen in Anführungszeichen, in zwei Fassungen, die beide so nie in der FAQ gestanden haben; wir beschreiben sie jetzt, statt sie zu zitieren. Auch der Anriss, mit dem unser Ratgeber-Register für diesen Artikel wirbt, ist heute geändert worden: Er nannte einen 98-Zöller für 499 € und einen 42-Zoll-OLED für 674 €, zwei Zahlen, die dieser Artikel widerlegt. Preise und Verfügbarkeit ändern sich; es gilt immer der Preis im Shop. Dieser Artikel ist eine allgemeine Kaufberatung.
Quellen und Datengrundlage
- Delegierte Verordnung (EU) 2019/2013 (Energieverbrauchskennzeichnung elektronischer Displays, gültig ab 01.03.2021)
- Verordnung (EU) 2019/2021 (Ökodesign elektronischer Displays; Ersatzteile 7 Jahre, Firmware und Sicherheitsupdates 8 Jahre, Standby ≤ 0,5 W; verschärfte Effizienzgrenzen seit 01.03.2023)
- Stellungnahme des HDMI Licensing Administrator vom 14.12.2021 zur Optionalität aller 2.1-Merkmale
- Landgericht München I, Urteil vom 23.02.2026 zur QLED-Werbung (nicht rechtskräftig)
- Preise und Stückzahlen aus unseren eigenen Produktdaten, Stand 01.10.2026 (erhoben mit
tools/_mess_20261001_zollpreise.pyan 143 Fernsehern der neun TV-Rubriken; dieses Skript lädt Rubrikenliste, Zubehörfilter, Zoll-Erkennung und Link-Gegenprobe austools/_mess_20260907n3_zollpreise.py, mit dem die Vergleichswerte vom 07.09.2026 erhoben sind) - Verordnung (EU) 2019/2013 im EU-Amtsblatt
- Verbraucherzentrale zum EU-Energielabel
- Umweltbundesamt zu Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung
- Stiftung Warentest, Fernseher im Test (Stand 20.07.2026, 248 Geräte)
- RTINGS-Langzeittest, Abschlussbericht nach drei Jahren
- Bundesnetzagentur zum Wegfall des Nebenkostenprivilegs zum 01.07.2024
- BDEW-Strompreisanalyse April 2026 (37,0 ct/kWh)
- Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 111 vom 31.03.2026 (40,55 ct/kWh). Zum empfohlenen Sitzabstand gibt es keine deutsche Verbandsempfehlung; die Werte von THX und SMPTE sind nur aus zweiter Hand belegbar. Zu Einbrenn-Garantien bei Fernsehern haben wir keine belastbare Quelle gefunden; das steht so im Text.



